• Novgorod

  • Jurjew Kloster

  • Witoslawizy
    Museum


  • Detinez

  • Familie Trifanov
  • Impressionen
  • Impressum
  • Über die Gründung des "Jurjew-Klosters" enthalten die Chroniken keine Berichte. Es ist aber anzunehmen, dass es lange vor 1119 gegründet wurde. Zumindest ist dies das Jahr, in dem es erstmalig urkundlich erwähnt wurde. Das "Jurjew-Kloster" ist das größte Kloster in Nowgorod und spielte eine herausragende Rolle im kirchlichen, politischen und kulturellen Leben der Stadt.
    Einige Forscher nehmen an, dass es dieses Kloster war, dem die älteste der bekannten Ikonen, "Der Heilige Georg" (1030), zu sehen in der Tretjakow-Galerie Moskau, entstammt.
    Einen hohen historischen und künstlerischen Wert besitzt auch eine andere, denselben Heiligen darstellende Ikone, die im 17. Jahrhundert in der "Uspenski-Kathedrale" (Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale)des Moskauers Kremls gemalt wurde. Die berühmte Verkündigung von Ustjug (Staatliche Tretjakow Galerie, Moskau) trägt ihren Namen eigentlich nur traditionsgemäß, richtiger wäre es, sie als Verkündigung des Jurjew-Klosters zu bezeichnen, denn diese Ikone wurde in den dreißiger Jahren des 12. Jahrhunderts für die Georgs-Kathedrale des Jurjew-Klosters gemalt.
    Heute herrschen im Kloster die Gebäude des 19. Jahrhunderts vor; mit der im Mittelpunkt stehenden Georgs Kathedrale können sich diese aber nicht messen.
    Diese Kathedrale ist eine der hervorragendsten Leistungen der altrussischen Baukunst, welche den Geist der Nowgoroder Kultur zu Beginn des 12. Jahrhunderts sehr genau und beeindruckend verkörpert.
    Die Grundsteinlegung erfolgte im Jahr 1119. Der Erbnauer wird in einer alten Chronik benannt - "Gearbeitet daran hat Meister Pjotr". Das war übrigens das erste Mal, dass auf den Seiten einer altrussischen Chronik der Name eines Baumeisters erwähnt wird. Mit der Bauweise Pjotrs werden auch andere Kirchen in Zusammenhang gebracht, darunter die Nikolaus-Kathedrale auf dem Jaroslawl-Hof unbd die Verkündigungs-Kirche auf dem Gorodistsche.
    Die heutige Höhe der Kathedrale beeindruckt auch dann, wenn man nicht bedenkt, dass die unteren Partien der Mauern unter den in Jahrhunderten angehäuften Erdschichten verschwunden sind.
    Der Innenraum der Kathedrale wird vom Besucher als eine unter einer gewissen Spannung stehende und nach oben strebende Energie empfunden. Dieser Effekt entsteht durch das genau getroffene Verrhältnis zwischen Steinmassen und Raum. Gebäude wie diese, welche Lebensbejahung und Optimismus ausstrahlen, konnten nur von kühnen Geistern errichtet werden, von Menschen, die mit einem besonderen Sinn für die Harmonie zwischen der geistigen und der materiellen Seite des Lebens begabt waren.