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  • Groß-Nowgorod, eine der ältesten russischen Städte, ist eine wahre Schatzkammer der nationalen russischen Kunst und Kultur. In seinem Weichbild haben sich viele Denkmäler der Architektur und Malerei vom 11. bis 17. Jahrhundert erhalten.
    Während des zweiten Weltkrieges ist die Stadt schwer beschädigt worden.
    Das Alte und das Neue wirken in der aus den Ruinen auferstandenen Stadt organisch zusammen. An ihre Vergangenheit erinnern nicht nur Werke der Architektur und Malerei und nicht nur zahlreiche museale Gegenstände. Das Andenken daran lebt in den Namen der Straßen und in den zahlreichen
    historischen Gebäuden im Weichbild der Stadt. "Nowgorod" bedeutet russisch so viel wie "Neue Stadt"
    In den Chroniken wird Nowgorod zum ersten mal im Jahre 859 erwähnt. Die Entstehung der Stadt ist sagen- und legendenumwoben. Zwei Brüder, Slowena und Rus, ließen sich an dem Ausfluß des Flusses Mutnaja (Trüber Fluß) aus dem See Moisko nieder und gründeten die Stadt Slowensk. Der See bekahm den neuen Namen Ilmen (so hieß Slowenas Tochter), der Fluß wurde nach seinem Sohn Wolchow genannt.
    Nach vielen Jahren verödete die Stadt und geriet in Vergessenheit. Das Andenken an das Land der Väter lebte jedoch unter den Slawen weiter; die Zeit wurde reif, und sie besiedelten von neuem die Ufer des Ilmensees, ihre Hauptstadt legten sie aber dieses Mal nicht an der Stelle der Stadt Slowensk an, sondern etwas weiter Wolchowaufwährts. Daher der Name Nowgorod.
    In Nowgorod kreuzten sich im Altertum zwei wichtige Handelswege; der "von den Warägern zu den Griechen" und der Wasserweg die Wolga aufwärts aus den Ländern des Orients.

    In Nowgorod findet man sich sehr leicht zurecht. Den Mittelpunkt der Sophienseite bildet der Detinez, die Festung der alten Stadt.